Die Kleingruppe Kreizweis

Manchmal braucht es keinen großen Chor, damit Musik ihre Wirkung entfaltet. Manchmal reichen acht Stimmen, die gut aufeinander hören, musikalisch miteinander harmonieren und vor allem eines gemeinsam haben: Die Freude am Singen.

„Kreizweis“ ist eine solche kleine Formation. Die Gruppe entstand aus Sängern aus dem gemischten Chor VOCAL Stiefingtal, die auch in kleiner Besetzung besonders gut miteinander harmonieren. Aus einzelnen Gelegenheiten wurde eine feste Kleingruppe – und daraus schließlich „Kreizweis“.

Die musikalische Formation aus Sängern von VOCAL Stiefingtal

Mit nur acht Stimmen verändert sich auch das Singen. Jede Stimme bekommt mehr Bedeutung, man hört einander intensiver zu und musikalische Feinheiten werden unmittelbarer hörbar. Gleichzeitig bleibt bei „Kreizweis“ genügend Platz für das, was gemeinsames Singen für die Mitglieder ausmacht: Freude, Geselligkeit und eine ordentliche Portion Humor.

Dass dabei nicht immer alles bitterernst zugeht, merkt man spätestens bei den Proben. Zwischen musikalischer Arbeit und anspruchsvoller Literatur darf durchaus gelacht werden. Genau diese Mischung macht den besonderen Charakter der Gruppe aus.

Wir haben „Kreizweis“ deshalb ein wenig genauer auf den Zahn gefühlt:

  • Wie ist die Gruppe eigentlich entstanden?
  • Hat sich die Besetzung im Laufe der Jahre verändert?
  • Was sind die besonderen Momente beim gemeinsamen Singen?
  • Und welche musikalischen Pläne gibt es für die Zukunft?

Die Antworten auf diese Fragen gibt es im folgenden Interview, geführt mit unserer Chorleiterin Margit Weiss.

Wie lange gibt es euch schon als Gruppe?

Kreizweis ist seit 2003 eine musikalische Formation, die eng mit VOCAL Stiefingtal verbunden ist. Wir sind zwischen vier und acht Sängerinnen und Sänger, die im Laufe der Zeit festgestellt haben, dass gemeinsames Singen in einer Kleingruppe auch Spaß machen kann. Seitdem sind wir als kleiner, gemischter Chor unterwegs und haben eine eigene musikalische Linie entwickelt.

Wir sind inzwischen zu einer recht gut eingespielten Truppe geworden, manchmal zu viert, manchmal zu acht – mit allen Ecken und Kanten, die unterschiedliche Menschen ebenso mitbringen.

Und genau das macht, wie der Name schon sagt „Kreizweis“ aus: Wir nehmen das Singen ernst, uns selbst aber nicht immer ganz so sehr.

Wie habt ihr euch als Gruppe gefunden?

Das hat sich eigentlich ganz natürlich entwickelt. Als Chorleiterin eines gemischten Chores stößt man immer wieder auf Stücke, bei denen man sich denkt: „In einer kleinen Besetzung könnte das besonders gut funktionieren – vielleicht sogar noch besser klingen.“

So haben sich im Laufe der Zeit immer wieder Sängerinnen und Sänger herauskristallisiert, die stimmlich sehr gut miteinander harmonieren und beim gemeinsamen Singen einfach gut zusammenpassen. Irgendwann war dann klar: Da ist auf einmal eine Gruppe entstanden, die musikalisch perfekt funktioniert.

Aus diesen verschiedenen Gelegenheiten ist schließlich „Kreizweis“ geworden. Der Name ist geblieben – und die Freude am gemeinsamen Singen sowieso.

Sängerinnen und Sänger - ⁠Ist die Besetzung konstant oder hat sich diese im Laufe der Zeit verändert?

Natürlich hat sich unsere Besetzung im Laufe der Jahre immer wieder verändert, das lässt sich bei einer kleinen Gruppe auch gar nicht vermeiden. Berufliche Veränderungen, neue Lebenssituationen oder andere persönliche Gründe führen manchmal dazu, dass jemand nicht mehr dabei sein kann.

Gleichzeitig sind dadurch immer wieder neue Sängerinnen und Sänger zu uns dazugestoßen. Das bringt frischen Wind in die Gruppe und verändert natürlich auch den Klang ein wenig. Gerade bei maximal acht Stimmen merkt man solche Veränderungen sofort.

Aber genau das macht „Kreizweis“ auch aus: Wir sind keine starre Besetzung, sondern eine Gruppe, die sich immer wieder neu zusammenfindet – und dabei musikalisch wie menschlich neue Facetten entwickelt.

Gibt es besondere Highlights in eurem gemeinsamen Musizieren?

An für sich ist für uns das gemeinsame Singen selbst schon das größte Highlight. Wenn acht Stimmen zusammenpassen und daraus ein gemeinsamer Klang entsteht, ist das jedes Mal etwas Besonderes.

Aber bei „Kreizweis“ wird natürlich nicht nur gesungen. Bei unseren Proben wird mindestens genauso viel gelacht. Es geht bei uns durchaus musikalisch ernst zur Sache, aber der Spaß darf auf keinen Fall zu kurz kommen. Manchmal ist eine Probe deshalb schneller vorbei, als man denkt – und manchmal dauert sie ein bisschen länger, weil es neben dem Singen immer wieder geschäkert wird.

Ich glaube, genau diese Mischung aus Freude am Singen und unserem geselligen Miteinander macht unsere Gruppe aus.

Gibt es spezielle musikalische Ziele für eure Zukunft?

Wir sind alle freiwillig und aus Freude am Singen bei „Kreizweis“ dabei. Daher sehen wir unsere musikalischen Ziele natürlich etwas anders als ein professioneller Chor. Bei uns geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viel zu erreichen, sondern darum, uns als Gruppe weiterzuentwickeln und dabei die Freude am gemeinsamen Singen zu erhalten.

Wir möchten uns musikalisch immer wieder etwas herausfordern und auch Literatur ausprobieren, die uns vielleicht zunächst vor die eine oder andere Herausforderung stellt. Gerade solche Stücke bringen uns als Sänger weiter und erweitern unseren musikalischen Horizont.

Und wenn wir am Ende eines Konzertes sagen können: ‚Das war anspruchsvoll, aber wir haben es gemeinsam geschafft und es hat Spaß gemacht‘ – dann haben wir eigentlich schon eines unserer wichtigsten Ziele erreicht.

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