Carmina Burana, Kantate von Carl Orff

Carmina Burana ist eine szenische Kantate, die vom deutschen Komponisten Carl Orff im Jahr 1937 komponiert wurde. Das Werk basiert auf 24 Gedichten aus einer mittelalterlichen Handschrift, die unter dem gleichen Namen bekannt ist. Die Sammlung der Carmina Burana stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert und wurde 1803 in der Benediktinerabtei Benediktbeuern in Bayern entdeckt.

Orffs Vertonung dieser Texte kombiniert kraftvolle Chorpassagen, Solostimmen und Orchester, um Themen wie das Schicksal, die Natur, die Liebe und das Leben zu erforschen. Das Werk ist vor allem für seinen monumentalen Anfangs- und Schlusssatz „O Fortuna“ bekannt, der oft in Filmen, Werbung und anderen Medien verwendet wird.

Aufbau:

  • Fortuna Imperatrix Mundi (Fortuna, Kaiserin der Welt):
    • Einleitung und Schluss, die das Werk rahmen.
  • Primo vere (Im Frühling):
    • Besingt den Frühling und die Wiedergeburt der Natur.
  • Uf dem Anger:
    • Fröhliche Lieder, die das ländliche Leben feiern.
  • In Taberna (In der Taverne):
    • Rauschende Lieder über das Leben in der Schenke, das Trinken und die Ausschweifungen.
  • Cour d’amours (Hof der Liebe):
    • Lieder, die die Liebe und das erotische Verlangen thematisieren.

Orff wählte die Gedichte wegen ihrer direkten, teilweise derben und lebensnahen Sprache sowie ihrer emotionalen Tiefe. Die Musik ist rhythmisch prägnant und melodisch eingängig, was das Werk zu einem der populärsten und meistaufgeführten Stücke der klassischen Musik machte.

Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Wildon unter der Leitung von Johann Assinger und Margit Weiss werden wir dieses Werk in Aufführung bringen.

Dazu gibt es 2 Auftrittstermine:

  • Freitag, 25.10.2024 in der Sporthalle Leibnitz
  • Samstag, 09.11.2024 in der Sporthalle Wildon

Wir freuen uns jetzt schon auf deinen Besuch

Die Proben

Die Proben zu diesem Werk haben begonnen: Wir proben dazu Montags von 19:00 bis 21:00 Uhr im Saal der Feuerwehr Heiligenkreuz a.W. bzw. gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Wildon in der Musikschule Wildon.

Wir haben auch für unsere Sänger eine umfassende Übungsdatei zusammengestellt, die die einzelnen chorischen Stimmgruppen enthalten. Diese Datei soll uns dabei helfen, die verschiedenen Passagen des Stücks auch zuhause gezielt zu üben und unsere Aufführung insgesamt zu verbessern.

Die Übungsfiles:
Die Anfangszeiten:

01 O Fortuna  00:00
02 Fortune Plango  02:46
03 Veris leta facies  05:32
05 Ecce gratum  07:32
07 Floret silva  10:08
08 Chramer gip  12:56
09 Chum chum geselle min  15:51
10 Were diu werl  17:36
12 Olim lacus  18.28
13 Ego sum abbas  23.38
14 In taberna  24:52
18 Circa mea  28:00
19 Si puer cum  30.45
20 Veni veni  31:30
22 Tempus est  32:26
24 Ave formosissima  34:40
25 O Fortuna  36:01

Aufnahme einer Aufführung

Eine wirklich tolle Aufnahme mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Cristian Măcelaru hat der WDR am 29.10.2022 auf YouTube zu Verfügung gestellt:

In Carl Orffs „Carmina Burana“ gibt es mehrere zentrale Momente, in denen wir als Chor zum Einsatz kommen.  Diese Passagen sind oft kraftvoll und dramatisch, sie bilden die Höhepunkte der Kantate. Hier sind die wichtigsten Stellen:

1. „O Fortuna“

  • Eingangschor und Schlusschor: „O Fortuna“ ist das berühmteste Stück aus „Carmina Burana“ und wird sowohl zu Beginn als auch am Ende der Kantate gesungen. Der gesamte Chor wird hier in voller Stärke eingesetzt, um die überwältigende Kraft des Schicksals darzustellen.
    • Musikalische Merkmale: Starke, eindrucksvolle Dynamik, einfache aber wirkungsvolle Melodik, kräftige rhythmische Strukturen.
    • Charakter: Majestätisch, bedrohlich, schicksalsträchtig.

2. „Fortune plango vulnera“

  • Zweiter Chor nach „O Fortuna“: Der Chor besingt hier die Verletzungen, die das Glück verursacht, und setzt dabei auf eine ähnlich kraftvolle Dynamik wie im Eingangschor.
    • Musikalische Merkmale: Wechsel zwischen kraftvollen und lyrischen Passagen, dynamische Kontraste.
    • Charakter: Klagevoll, emotional intensiv.

3. „Ecce gratum“

  • Teil I: Primo Vere (Im Frühling): Ein weiterer wichtiger Chorsatz, der die Rückkehr des Frühlings und die Freude darüber feiert.
    • Musikalische Merkmale: Fröhliche und lebendige Melodik, tänzerischer Rhythmus.
    • Charakter: Heiter, ausgelassen, freudig.

4. „Uf dem Anger“

  • Teil I: Primo Vere (Im Frühling): Innerhalb dieses Abschnitts gibt es mehrere Stücke, bei denen der Chor voll zum Einsatz kommt, besonders in „Floret silva“ und „Chramer, gip die varwe mir“.
    • Musikalische Merkmale: Lebendige und rhythmische Strukturen, volkstümlicher Charakter.
    • Charakter: Lebendig, farbenfroh, tänzerisch.

5. „In Taberna“

  • Teil II: In Taberna (In der Schenke): Der Chor übernimmt hier die ausgelassenen und derben Trinkerlieder. Besonders hervorzuheben sind „In taberna quando sumus“ und „Veni, veni, venias“.
    • Musikalische Merkmale: Energiegeladen, rhythmisch markant, humorvoll.
    • Charakter: Rau, fröhlich, festlich.

6. „Ave formosissima“

  • Teil III: Cour d’Amours (Hof der Liebe): Kurz vor dem Schlusschor „O Fortuna“ singt der Chor „Ave formosissima“, eine Huldigung an die Schönheit.
    • Musikalische Merkmale: Feierlich, lyrisch, majestätisch.
    • Charakter: Erhaben, feierlich, bewundernd.

7. Integration von Chor und Solisten

  • Wechselspiel zwischen Chor und Solisten: In vielen Teilen der „Carmina Burana“ gibt es ein Wechselspiel zwischen dem Chor und den Solisten, beispielsweise in „Dies, nox et omnia“ oder „Tempus est iocundum“. Der Chor unterstützt die Solisten und schafft einen reichen Klangteppich.

8. Ensemble-Passagen

  • Mehrstimmige Chorpassagen: Viele Stücke in „Carmina Burana“ nutzen den vollen Chor in mehrstimmigen Sätzen, wie in „Veris leta facies“ und „Were diu werlt alle min“, um die Klangfülle und die harmonische Vielfalt zu betonen.

Diese Funktion ist deaktiviert für VOCAL Stiefingtal.

Pin It on Pinterest

Share This